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Lahn-Dill-Kreis

Kultur erleben – Natur genießen – Aktiv erholen

Der in Mittelhessen gelegene Lahn-Dill-Kreis bietet eine unerschöpfliche Vielfalt an Freizeit-, Erholungs- und Erlebnismöglichkeiten. Die große Zahl kulturhistorisch bedeutsamer Sehenswürdigkeiten begeistert Gäste aus Nah und Fern. Wir laden Sie ein, zu einer Erkundungstour durch die herrliche Landschaft an den Ausläufern von Westerwald, Rothaargebirge und Taunus entlang des romantischen Lahntals.

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Wie motivieren wir am besten zu ehrenamtlichem Engagement?

Informationsveranstaltung für Vereinsvorstände

 

Wetzlar/Dillenburg (ldk): Der Lahn-Dill-Kreis bietet am Donnerstag, 9. März 2017, um 17:30 Uhr in der Kreisverwaltung (Neubau, Raum D 3.150, Karl-Kellner-Ring 51, 35576 Wetzlar – Haupteingang Moritz-Hensoldt-Straße) eine Informationsveranstaltung für Vereinsvorstände zum Thema „Wie motivieren wir am besten zu ehrenamtlichem Engagement?“ an.

 

Referieren werden

  • Stephan Grüger, Mitglied des hessischen Landtags
  • Hans-Jürgen Irmer, Mitglied des hessischen Landtags
  • Dr. Uwe Röndigs, Vorsitzender des Freiwilligenzentrums Mittelhessen

 

Zum „Einstieg ins Thema“:

  • Im Lahn-Dill-Kreis werden jährlich etwa 67 Landesehrenbriefe verliehen.
  • 2016 sind 31 Ehrenamts-Cards ausgegeben worden; die Anfrage über die Vereinsinformation hatte nur eine geringe Resonanz – hier gibt es Nachholbedarf. Ein Grund könnte sein, dass sich für die meisten Menschen finanzielle Vergünstigungen und Ehrenämter grundsätzlich eher ausschließen, als dass sie wegen der Vorteile ausgeübt werden.
  • Der Lahn-Dill-Kreis würdigt Ehrenamtliche, die sich überdurchschnittlich freiwillig und ohne große Worte betätigen und anderweitig nicht bereits geehrt wurden, im Rahmen einer Feierstunde mit einem gemeinsamen Frühstück.

 

Anmeldungen zur Veranstaltung bitten wir über das Online-Anmeldeverfahren (https://seminarportal.lahn-dill-kreis.de/teilnehmer/) vorzunehmen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Sport, Kultur und Ehrenamt des Lahn-Dill-Kreises, Susann Schott, Tel.: 06441 407-1863, E-Mail: ehrenamt(at)lahn-dill-kreis.de.

Schulung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer

Schulung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer

14. Staffel des „Hessisches Curriculums“ beginnt am 23. März 2017 in Herborn.

 

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Das „Hessische Curriculum zur Schulung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer“ spricht im Lahn-Dill-Kreis seit Jahren einen großen Interessentenkreis an und startet im Frühjahr 2017 nunmehr zum 14. Mal. Hier die wichtigsten Infos auf einen Blick:

 

  • Die Veranstaltungsreihe 2017 beginnt am 23. März 2017 und findet jeweils donnerstags von 19:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr statt.
  • Veranstaltungsort: Vitos-Klinik, Mehrzweckraum in Sozialzentrum, Austraße 40, 35745 Herborn.
  • Vorgesehen sind insgesamt 7 Module sowie eine gemeinsame Abschlussveranstaltung am 1. Juni 2017, bei der die Zertifikate übergeben werden.
  • Anmeldungen bitte an folgende Adresse: Betreuungsverein e. V. im VdK Lahn-Dill, Hohe Straße 700 Nr. 6, 35745 Herborn, Tel. 02772 9230955.
  • Achtung: Die Teilnehmer/innenzahl ist auf 25 Personen begrenzt, es wird eine Kostenpauschale von 10,00 Euro erhoben.

 

Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Gedacht für bereits tätige Betreuerinnen und Betreuer – und solche, die es ehrenamtlich werden wollen – vermittelt das Curriculum umfassende Basisqualifikationen zu rechtlichen, medizinischen und psychosozialen Themenbereichen. Ziel ist es vor allem, die schon jetzt oder zukünftig im Betreuungsbereich engagierten Bürgerinnen und Bürger qualifiziert vorzubereiten, zu beraten und zu unterstützen.

 

Was steckt dahinter?

Das Betreuungsgesetz ist am 1. Januar 1992 in Kraft getreten. Es hat die früheren Vorschriften über Vormundschaften und Pflegschaften abgelöst. Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Angelegenheiten – auch in Teilbereichen – eigenständig zu erledigen, kann eine Betreuerin oder ein Betreuer zur Seite gestellt werden. Der Lahn-Dill-Kreis war Anfang 2004 einer der ersten Landkreise in Hessen, die das Schulungskonzept „Hessisches Curriculum zur Schulung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer“ eingeführt haben. Es wird als Gemeinschaftsprojekt durch den Betreuungsverein e. V. im VdK Lahn-Dill und die Betreuungsbehörde, angesiedelt in der Abteilung Gesundheit der Kreisverwaltung, organisiert und durchgeführt.

Jetzt Impfstatus prüfen!

Gesundheitsamt rät zur Vorsicht im Umgang mit der Masernerkrankung

 

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk): Aufgrund der aufgetretenen Masernfälle im Lahn-Dill-Kreis empfiehlt das Gesundheitsamt allen Bürgerinnen und Bürgern dringend, ihren Impfstatus prüfen zu lassen und ggf. eine Impfung nachzuholen. Die Impfung ist kostenlos, ein Impfschutz ist nach ca. 14 Tagen aufgebaut. Informationen gibt es bei den Haus- und Kinderärzten im Kreis. Menschen, die bisher keinen Masernschutz haben (entweder durch zweimalige Impfung oder durch durchlebte Erkrankung) und Kontakt zu Erkrankten hatten, können sich noch zeitnah nach einer möglichen Ansteckung impfen lassen. Das kann den Krankheitsverlauf zumindest abschwächen oder den Krankheitsausbruch verhindern.

 

Das Gesundheitsamt rät außerdem, Massenveranstaltungen zu meiden. Die Masern sind hochansteckend und werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Inkubationszeit kann bis zu zehn Tage dauern. In dieser Zeit kann eine erkrankte Person das Virus unbemerkt auf andere übertragen.

 

Besonders für Erwachsene gefährlich

Masern werden landläufig als Kinderkrankheit bezeichnet. Das liegt daran, dass Masern hoch ansteckend sind, so dass früher die meisten Menschen bereits als Kind daran erkrankten. Ohne Immunschutz werden aber auch Erwachsene krank und haben sogar häufig einen schwereren Krankheitsverlauf. Masern sind nicht harmlos. Auch wenn die meisten Masernerkrankungen folgenlos ausheilen, kann es in einigen Fällen zu schweren oder sogar lebensbedrohenden Begleitkrankheiten wie Lungen- oder Gehirnentzündungen kommen.

 

Anzeichen

Eine Masernerkrankung beginnt mit Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen, Husten und einem Ausschlag an der Mundschleimhaut. Der charakteristische Hautausschlag (bräunlich-rosafarbene konfluierende Hautflecken) entsteht am dritten bis siebten Tag nach Auftreten der ersten Symptome. Darauf folgt eine vorübergehende Immunschwäche von mindestens sechs Wochen Dauer, mit der Konsequenz eines erhöhten Risikos für weitere Infektionen. Am häufigsten treten in diesem Zusammenhang Mittelohrentzündungen, Bronchitiden, Lungenentzündungen und Durchfall auf.

 

Fragen

Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Masernerkrankung haben, können sich gerne mit dem Gesundheitsamt in Herborn in Verbindung setzen:

 

Telefon: 06441 407-1616
gesundheitsamt(at)lahn-dill-kreis.de

Neuer Energiestützpunkt der Verbraucherzentrale Hessen in Dillenburg

Wetzlar/Dillenburg, 12. Juli 2016

 

Die Stadt Dillenburg, der Lahn-Dill-Kreis und die Verbraucherzentrale Hessen kooperieren zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

 

Ab dem 7. Juli 2016 können sich Interessierte in der Stadtverwaltung in Dillenburg zu Energiesparmaßnahmen im Haushalt informieren: Sei es der Stromverbrauch von Geräten, die Senkung von Heizkosten, Maßnahmen der Wärmedämmung, effiziente Heizsysteme oder Fördermittel – der anbieterunabhängige Energieberater beantwortet Fragen, gibt Tipps und Hinweise.

Der Erste Kreisbeigeordnete des Lahn-Dill-Kreises Heinz Schreiber: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam einen weiteren Aktionspunkt unseres Klimaschutzkonzeptes in die Tat umgesetzt haben. Nun hoffen wir, das die Bürgerinnen und Bürger aus Dillenburg und Umgebung von dem Angebot regen Gebrauch machen“.

Das Beratungsangebot: Der Energieberater der Verbraucherzentrale Hessen, Eric Jepsen, berät zu baulichen und technischen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im eigenen Haus und hilft dadurch, Fehlinvestitionen zu vermeiden. Aber auch einfache und schnell umsetzbare Tipps zum Energiesparen oder richtigen Lüften gegen Schimmelbildung gehören zum Repertoire. Da das Angebot durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, beträgt der Kostenbeitrag der Ratsuchenden nur 7,50 Euro für eine 45-minütige Beratung.

Ergänzt wird das stationäre Beratungsangebot durch verschiedene Energiechecks bei den Ratsuchenden vor Ort. Hier ist die Kostenbeteiligung etwas höher, von 10 bis 40 Euro.

„Mit diesem Angebot gehen wir einen weiteren Schritt im Bereich Klimaschutz. Die Energieberatung hilft nicht nur jedem einzelnen, den privaten Verbrauch und damit laufende Kosten zu senken, sondern führt dadurch auch zu einer Verbesserung unserer CO2-Bilanz“, so Michael Lotz, Bürgermeister der Stadt Dillenburg. „Mit der kompetenten Unterstützung der Verbraucherzentrale haben die Bürgerinnen und Bürger nun die Möglichkeit, ein ganz besonderes Angebot zu nutzen“, ergänzt Energie- und Klimaschutzmanager des Lahn-Dill-Kreises Ingo Dorsten.

 

Silke Hannah von der Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt eröffnet als Projekt-Koordinatorin in Hessen den zweiten Energieberatungsstützpunkt im Lahn-Dill-Kreis, wobei mit den Standorten in Wetzlar und Dillenburg nun eine flächendeckende Vertretung gegeben ist.

 

Wer sich beraten lassen möchte, sollte Haus- oder Wohnungspläne, Fotos, Abrechnungsunterlagen oder Angebote mitbringen. Denn je konkreter die Informationen, umso konkreter können die Empfehlungen des Beraters sein.

 

Beratungsort, Termine und Anmeldung für Energieberatungen in Dillenburg
Beratungsort: Stadtverwaltung Dillenburg, Rathausstraße 7, EG, 35683 Dillenburg
Termine: Alle zwei Wochen donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Die nächsten Beratungen finden am 28. Juli, 25. August, 8. September, 22. September, 6. Oktober, 20. Oktober, 3. November, 17. November, 1. Dezember und 15. Dezember jeweils von 14 bis 18 Uhr statt.

Anmeldung über: Ingo Dorsten, Tel. 06441 407-1865, E-Mail: ingo.dorsten@lahn-dill-kreis.de oder über das bundesweite Servicetelefon 0800 809802400 (kostenfrei).

 

 

Arzt-Notruf (ANR) im Lahn-Dill-Kreis

Gutachten des Sachverständigenrates zur „Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen" unterstützt den ANR im Lahn-Dill-Kreis.

Unter Ziffer 267 des Gutachtens der sieben Gesundheitsweisen ist unter „Empfehlungen" zu lesen: „Die Gesundheitsweisen schlagen vor, den ärztlichen Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Vertragsärzte, das Rettungswesen und die Notaufnahme der Krankenhäuser konsequent zu verzahnen. Eine zentrale Leitstelle mit einheitlicher Notdienstnummer für alle Patientenanliegen kann über die richtige Versorgungsebene entscheiden und so unnötige Inanspruchnahmen vermeiden."

In einem Gespräch mit Sozialminister Stefan Grüttner und Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) am 8. August 2014 in Wiesbaden forderte Landrat Wolfgang Schuster die KVH nochmals auf, den Beschluss vom 25. Mai 2013 in Bezug auf den Lahn-Dill-Kreis zu überdenken. Landrat Schuster lädt die KVH daher auch zu einem Gespräch mit dem Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises nach Wetzlar ein.

„Unser bewährtes ANR-System durch ein Call-Center Modell zu ersetzen lehnen wir nach wie vor ab", so Schuster. „Ich befürchte die Zerschlagung des ANR im Lahn-Dill-Kreis und die Notwendigkeit, aufgrund der Empfehlungen des Sachverständigenrats (SVR) ihn in ein paar Jahren wieder neu aufzubauen. Warum soll etwas Bewährtes zerstört werden?"

Deshalb habe auch der Kreistag am 21. Juli 2014 den Erhalt des ANR gefordert.

 

 

Der Hund im Winter

Der Winter ist für Tier und Mensch eine anstrengende Jahreszeit. Nässe, Kälte, Wind, Glatteis und Schnee setzen Zwei- und Vierbeinern zu. Hier sind einige Ratschläge des Österreichischen Kynologenverbandes, wie Hundebesitzerinnen und -besitzer ihren Hund gut über die kalte Jahreszeit bringen.

 

Streusalz und Eis: Gerade im städtischen Bereich gibt es das Problem von Eis und Streusalzes auf Gehsteigen und Fahrbahnen. Mag Streusalz auch noch so praktisch zur Beseitigung der Gefahr des Ausrutschens sein, für die Pfoten der Hunde ist es reines Gift.

 

Vorbeugung: Vor dem Gassi-Gehen bereits die Pfoten mit einer fettenden, das Wasser abweisenden Creme massieren. Gehen Sie für den Auslauf Ihres Hundes möglichst in nicht bestreute Gebiete. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um allenfalls mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln in die nicht mit Streusalz verseuchte Natur zu kommen.

Folgen des Gehens auf mit Salz bestreuten Oberflächen sind rissige, spröde Haut an den Zehenballen, entsprechender Juckreiz, Entzündungen und eine damit verbundene Unruhe ihres Hundes. Nach dem Spazierengehen sollten die Pfoten des Hundes mit lauwarmem Wasser gründlich gewaschen und nachher mit einer fettenden Creme (etwa Hirschtalgsalbe) eingerieben werden.

 

Verletzungen: Häufige Verletzungen passieren durch das Laufen auf eisglatten Böden. Schnittverletzungen geschehen durch gefrorenen Schnee und Eis. In diesem Zusammenhang ist auch auf die Gefahr des Einbrechens des Hundes in scheinbar zugefrorene Teiche und Flüsse hinzuweisen.

 

Vorbeugung: Den Hund niemals auf unbekannten Eisflächen auslaufen lassen.

 

Schneefressen: Viele Hunde neigen im Winter zum Schneefressen. Folge können dann besonders Entzündungen des Rachens sein, wobei die Mandeln ein beliebtes Erkrankungsgebiet sind. Der Hund würgt meist zähen Schleim und versucht auch zu erbrechen. Vorbeugung: Das Schneefressen sofort unterbinden.

 

Für weitere Fragen steht die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Lahn-Dill-Kreises mit Sitz in Herborn unter der Telefonnummer 02771 407-7711 zur Verfügung.

Bäume und Hecken sind von Frühjahr bis Herbst geschützt

Aus diesem Grund unterliegen diese Gehölze vom 1. März bis 30. September eines jeden Jahres einem besonderen Schutz und dürfen nicht beseitigt werden. 

Dies gilt auch für Hecken und Büsche im eigenen Garten. Sie bieten gerade im besiedelten Gebiet oft die einzige Rückzugsmöglichkeit für viele gefährdete Tierarten. Ein schonender Form- und Pflegeschnitt zur Beseitigung des laufenden Zuwachses ist natürlich möglich, wobei auch hier auf brütende oder nistende Vögel geachtet werden sollte.

Auch das Fällen von Bäumen ist von März bis September nur eingeschränkt möglich. In dieser Zeit dürfen Bäume außerhalb von gärtnerisch genutzten Flächen und natürlich des Waldes ohne Ausnahmegenehmigung nicht beseitigt werden. Hierbei geht es vor allem um Bäume an Straßen, Obstbäume in Streuwiesen sowie Einzelbäume oder Baumgruppen in der freien Landschaft.

Sollte es aus Sicherheitsgründen oder wegen dringender Bauarbeiten doch erforderlich sein Bäume oder Hecken zu beseitigen, ist ein rechtzeitiger Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde des Lahn-Dill-Kreises ratsam. In einigen Fällen gibt es Ausnahmen. Meist ist jedoch eine Genehmigung einzuholen.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Naturschutzdezernent Wolfgang Hofmann, selbst passionierter Tierfreund, Obst- und Gartenbauer, erläutert den rechtlichen Hintergrund der Regelung: „Alle europäischen Vogelarten und viele andere Tierarten unterliegen einem besonders strengen Schutz.

Hierbei geht es nicht nur um die Tiere selbst. Auch ihre Nist- und Ruheplätze dürfen nicht zerstört oder beschädigt werden. Zwar bauen Vögel ihre Nester vornehmlich in Büschen oder im hohen Gras, aber der „besondere Artenschutz“, so der Rechtsbegriff, erstreckt sich auch auf Tierarten, die in oder an Gebäuden leben, wie Schwalben oder Fledermäuse.“ Vor allem bei Umbaumaßnahmen an alten Gebäuden kann dies ganzjährig eine Rolle spielen, da z. B. Fledermäuse ihre Winterquartiere gern auf Dachböden einrichten.

Wolfgang Hofmann weist darauf hin, dass massive Verstöße gegen das Europäische Artenschutzrecht keine Ordnungswidrigkeit darstellen, sondern als Straftat von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden. „Man könne“ so Hofmann „nur jedem raten, sensibel mit dieser Thematik umzugehen. Über das Vogelgezwitscher im Frühjahr freuen wir uns doch alle.“

Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill informiert

Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger, die noch eine kleine Altpapiertonne (120 l) haben, diese wieder gegen eine große blaue Tonne (240 l) austauschen lassen. Der Austausch erfolgt kostenlos durch den Behälterservice der Abfallwirtschaft Lahn-Dill. Die Aktion ist diesmal unbefristet. 

Anmeldungen können direkt per eMail behaelterservice(at)awld.de bzw. Online-Formular (www.awld.de) sowie per Fax (06440 922-530) und Post (Abfallwirtschaftszentrum, Am grauen Stein, 35614 Aßlar) an uns gerichtet werden.

Winterfreude für Vierbeiner: Gesunde Haustiere bei Eis und Schnee

Wetzlar/Dillenburg/Herborn, 21. Dezember 2011

Wintermärchen mit verschneiter Landschaft, klirrender Kälte und strahlend blauem Himmel sind in unseren Regionen eher die Ausnahme denn die Regel. Was des einen Freude und Lust, ist des anderen Last und Frust. Die Winterzeit mit all’ ihren Facetten kann auch das Wohlergehen unserer Haustiere mitunter erheblich stören. Doch mit einigen wenigen Verhaltensregeln lassen sich Gefahren wirksam vermeiden.

Wolfgang Hofmann, Erster Kreisbeigeordneter und für den Tierschutz zuständige Dezernent des Lahn-Dill-Kreises: „Folgende Regeln sollten die Menschen für ihre tierischen Hausfreunde beherzigen“:

●          Schneefressen verursacht bei Hunden häufig blutigeMagen-Darm-Entzündungen. Deshalb sollte man es unterbinden und die Vierbeiner nicht noch durch Schneeballwerfen dazu animieren.

●          Streusalz und Split in großen Mengen greifen die Hundepfoten an. Hier helfen ein „Fußbad" nach dem Gassi gehen und gegebenenfalls Pflegeprodukte, die das Austrocknen der Ballen und Risse verhindern. Wenn bereits Verletzungen und/oder Entzündungen bestehen oder auch zur Vorbeuge bei empfindlichen Pfoten leisten Pfotenschuhe gute Dienste, die es in verschiedenen Größen gibt.

●          Kurzhaarige Hunde frieren deutlich schneller als ihre langhaarigen Artgenossen und müssen bei Kälte immer in Bewegung bleiben. Das gilt für alle Tiere, wenn sie nass sind, da ihr Körper dann mehr Wärme abgibt.   Nicht nur die gemessene Temperatur ist entscheidend: Ein kalter Wind lässt Mensch und Tier die Temperatur kälter empfinden als das Thermometer anzeigt und führt zur Auskühlung.

●          Eine bisher als reiner „Stubentiger" gehaltene Katze darf im Winter nicht plötzlich zum ganztägigen Freigänger erklärt werden, wenn kein warmes Plätzchen oder eine Katzenklappe ins Haus vorhanden ist. Ein kurzes   Hupen vor dem Start eines noch warmen Autos hilft, Katzen aus dem Motorraum zu vertreiben, die sich hier aufwärmen wollen.

●          Frostschutzmittel, die Äthylenglykol enthalten, werden von Haustieren wegen des süßen Geschmacks gerne aufgenommen und führen zu einer meist tödlichen Vergiftung. Immer sicher verwahren!

●          Das Kaninchenfell bietet eine gute Isolation, so dass die „Mümmelmänner" in einem wind- und wettergeschützten Stall mit Unterschlupf gut den Winter draußen verbringen können. Zur Ausbildung eines entsprechend dicken Felles müssen sie aber während des Übergangs der Jahreszeiten draußen leben. Plötzliche große Temperaturschwankungen (im Winter zum Streicheln in die warme Wohnung und dann wieder in die Kälte vertragen solche „Freilandkaninchen" nicht.

●          Für Meerschweinchen ist Vitamin C (chemischer Name: Ascorbinsäure) lebensnotwendig. Im Winter steht kein frisches Grünfutter zur Verfügung und der Vitamin-C-Gehalt von Obst und Gemüse kann lagerungsbedingt    niedrig sein. Zur Sicherstellung der Versorgung gibt man in 100 ml Trinkwasser 20-50 mg Ascorbinsäure und als Stabilisator 100 mg Zitronensäure (täglich frisch ansetzen, keine Metallgefäße verwenden). Die Substanzen sind in der Apotheke erhältlich. Empfehlenswert ist dieser Zusatz vor allem bei kranken, trächtigen oder säugenden Tieren, da diese einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf haben.

●          Atemwegs- und Hauterkrankungen (trockene Haut, Juckreiz) können sich verschlimmern, wenn sich die Tiere überwiegend in gut geheizten Räumen mit niedriger Luftfeuchtigkeit aufhalten. Abhilfe schaffen Luftbefeuchter und regelmäßiges Lüften. 

Wolfgang Hofmann: „Wer diese Ratschläge beherzigt trägt dazu bei, dass auch unseren Haustieren der Winter in angenehmer Erinnerung bleiben wird!“

Für weitere Fragen steht die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Lahn-Dill-Kreises mit Sitz in Herborn unter der Telefonnummer 02771 407-7711 zur Verfügung.

Im Winter wie im Sommer: Witterungsschutz ist für Weidevieh unerlässlich

Rinder, aber auch andere Nutztiere wie Pferde, Schafe oder Ziegen, die ganzjährig auf einer Weide gehalten werden, benötigen einen ausreichenden Witterungsschutz, so äußerte sich kürzlich aufgrund des heftigen Wintereinbruchs Wolfgang Hofmann, Erster Kreisbeigeordneter und der für den Tierschutz im Lahn-Dill-Kreis zuständige Dezernent.

Die Haltung von Rindern, Pferden oder auch Schafen auf schneebedeckten Flächen bedeutet zunächst nicht automatisch eine tierschutzwidrige Handlung. So haben diese Nutztiere eine deutlich tiefere Behaglichkeitstemperatur als der Mensch. Dadurch können sie sich einem weiten Temperaturbereich bequem anpassen. Selbst Temperaturen bis minus15 Grad Celsius werden in der Regel problemlos verkraftet. Pferde und Rinder entwickeln ein besonders dichtes Fell, wenn sie durchgängig im Freien gehalten werden. Unterhautfett und Unterhaare geben eine gute Isolationswirkung. 

Wichtig ist, dass die Tiere gesund sind, gut versorgt werden und ausreichend Möglichkeit der Bewegung haben. Außerdem müssen geeignete Witterungsschutzeinrichtungen vorhanden sein, innerhalb derer sich die Tiere auf trockenem, sauberem und weichem Untergrund ablegen können.

Witterungsschutz kann durch natürliche Begebenheiten wie Hecken, Büsche, Waldflächen gewährleistet sein. Die Liegeflächen wären dann beispielsweise dick einzustreuen (zu „polstern“) und die Strohfläche regelmäßig zu erneuern. Rinder sind zwar „Hartbodengänger“, aber „Weichbodenlieger“. Nur wenn Rinder sich Ablegen können – und das tun sie auf verschlammten, überdüngten, aber auch auf schneebedeckten und hartgefrorenen Flächen nur mit größtem Unbehagen – ist eine gesunde Verdauung gewährleistet. Sollten solche Voraussetzungen nicht vorliegen, sind künstliche Einrichtungen zu schaffen. In manchen Fällen genügen mitunter schon mobile Unterstände oder „offene Strohburgen“, hier ist der Phantasie der Tierhalter genügend Spielraum geboten. Bei größeren Herden ist ein fester Unterstand in Form eines dreiseitig geschlossenen Weideschuppens oft unumgänglich. Auch hier müssen ausreichend große und trockene Liegeflächen vorhanden sein. Gegebenenfalls wäre auch hier einzustreuen. Die Plätze müssen sauber und weitgehend kotfrei sein.

Das Vorhandensein von genügend Futter in dieser oder jener Form ist wichtig, um vor allem bei den momentan herrschenden, niedrigen Außentemperaturen den Tieren zusätzliche Energie zur Wärmeerzeugung zur Verfügung zu stellen. Die Winteraußenhaltung bringt naturgemäß einen höheren Futter- und Managementbedarf mit sich. So ist es auch wichtig, dass den Tieren zu jeder Zeit ausreichendes Tränkewasser von guter Qualität angeboten wird. Im Winter muss das Wasser eisfrei gehalten werden. Schnee bietet keinen Ersatz für Tränkewasser! Tägliche, tiergesundheitliche Kontrollen sind gewissenhaft durchzuführen. Insbesondere hochtragende Kühe, Kälber und krankheitsanfällige Tiere bedürfen einer noch größeren Aufmerksamkeit! Kälbern ist generell eine eingestreute Schutzhütte anzubieten. Die angesprochenen Problematiken treffen neben den angesprochenen Rindern und Pferden auch auf Schafe zu – nicht jedoch auf Ziegen! Diese sind deutlich frostempfindlicher und gehören im Winter in den Stall.

Durch eine tierschutzgerechte Ausgestaltung der Haltungsbedingungen, durch tiergerechte Schutzeinrichtungen kann der Mensch viel zum Wohlergehen seiner ihm anvertrauten Tiere beitragen – und diese bedanken sich dafür in aller Regel mit guten Leistungen. 

Für weitere Fragen steht die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Lahn-Dill-Kreises mit Sitz in Herborn unter der Telefonnummer 06441 407-7711 zur Verfügung.

Erweiterung des Förderprogramms "Qualifizierungsscheck"

Die so genannten Qualifizierungsschecks gibt es in Hessen seit 2008. Die Schecks decken 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einer maximalen Höhe von 500 Euro pro Person und Jahr. Die Qualifizierungsoffensive Lahn-Dill ist ein Projekt der GWAB (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen mbH) und unterstützt kleine und mittelständige Unternehmen und deren Beschäftigte rund um das Thema berufliche Weiterbildung. Gefördert wird das Projekt durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Landes Hessen und des Lahn-Dill-Kreises. 

Bisher wurden Quereinsteiger, die für ihre aktuelle Tätigkeit keinen anerkannten Abschluss haben, und Beschäftigte über 45 Jahre gefördert. Neu ist, dass auch Teilzeitkräfte von kleinen und mittleren Unternehmen im Lahn-Dill-Kreis förderfähig sind. Unabhängig ihres Alters und ihrer beruflichen Ausbildung können sozialversicherungspflichtig beschäftigte Personen, die maximal 30 Stunden pro Woche in einem Betrieb mit weniger als 250 Beschäftigten arbeiten, die Förderung beantragen. Anspruch auf einen Qualifizierungsscheck haben auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von gemeinnützigen Organisationen, sowie Ausbilder und Ausbilderinnen, die sich in ihrer Tätigkeit fortbilden möchten.

Stefan Deibel, Qualifizierungsbeauftragter für den Lahn-Dill-Kreis, zeigt sich über die Erweiterung sehr erfreut. „Somit kommen zukünftig noch mehr Personen an Lahn und Dill in den Genuss einer berufsbezogenen Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen. Qualifizierte Beschäftigte sind zudem motiviert und tragen nicht zuletzt auch zur Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Betriebe bei“.

Für weitere Fragen rund um das Förderprogramm „Qualifizierungsscheck“ steht Stefan Deibel Betrieben und Beschäftigten telefonisch unter 06441

9247534 und per E-Mail stefan.deibel@gwab.de zur Verfügung. Weitere Informationen und Beratungsstellen sind im Internet auf www.qualifizierungsschecks.de zu finden.

Seniorenratgeber „Älter werden im Lahn-Dill-Kreis“

Der Seniorenratgeber „Älter werden im Lahn-Dill-Kreis“ ist kürzlich in der 3. Auflage erschienen.
Er enthält – in aktualisierter Form – wie gewohnt eine Fülle von Angeboten und Informationen rund
um den dritten Lebensabschnitt und gibt Auskunft zu vielen wichtigen Fragen des Lebens im Alter.
Der Ratgeber ist im Rathaus in Eisemroth erhältlich.

Neu ab 01.04.2010: Gemeinsame Servicestelle für Rehabilitation beim Lahn-Dill-Kreis

Am 01.04.2010 hat die Gemeinsame Servicestelle beim Lahn-Dill-Kreis ihre Arbeit aufgenommen. Behinderte bzw. von Behinderung bedrohte Menschen erhalten hier Beratung und Unterstützung in allen Fragen der Rehabilitation und Teilhabe. Die Inanspruchnahme der Gemeinsamen Servicestelle bietet sich insbesondere an für Personen, die nicht wissen, welcher Kostenträger für eine bestimmte Leistung zuständig ist oder bei denen mehrere Leistungen koordiniert werden müssen.

Der Vorteil für den Nutzer der Gemeinsamen Servicestelle ist, dass die Beratung und Unterstützung umfassend und trägerübergreifend erfolgt. Die unterschiedlichen Leistungen für den behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen sollen wie aus einer Hand erbracht werden. Kunden werden nicht „weggeschickt“ oder  von einem Träger an den anderen verwiesen.

Besonderer Wert wird in der Gemeinsamen Servicestelle des Lahn-Dill-Kreises auf die Beratung und Hilfestellung bei der Inanspruchnahme eines Persönlichen Budgets gelegt. Das Persönliche Budget ist eine Geldleistung, mit der Menschen mit Behinderung nach eigenen Wünschen für sie individuell zugeschnittene Hilfen „einkaufen“ und so ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.  

Die Gemeinsame Servicestelle des Lahn-Dill-Kreises befindet sich in der

Turmstraße 7
35578 Wetzlar
(barrierefreier Zugang über Brühlsbachstraße/Stadthalle)

Ansprechpartnerin ist Frau Nadja Loos
Tel. 06441/407-1383
Fax 06441/407-1386
e-mail: nadja.loos.(at)lahn-dill-kreis.de

Persönliche Erreichbarkeit
Montags 13 – 16 Uhr
mittwochs und donnerstags von 8 – 15 Uhr.

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.reha-servicestellen.de